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Produktionsmitarbeiter

Abteilung: Produktion
Ebene: Operativ
Hauptziel: Tägliche Ausführung von Arbeitsaufträgen — Zeiterfassung, Materialverbrauch, Fortschrittsmeldung

Was diese Rolle tut

Der Produktionsmitarbeiter übernimmt seinem Arbeitszentrum oder Team zugewiesene Arbeitsaufträge, startet/stoppt den Timer je Vorgang, erfasst den Materialverbrauch und markiert Vorgänge als abgeschlossen. Er ist die Echtzeit-Datenquelle für den Fertigungsplaner.

Hinweis: Das Produktionsmodul in CRMconnect ist verfügbar und funktionsfähig, befindet sich jedoch in einem frühen Stadium der Kundenimplementierung. Falls dieses Modul noch nicht aktiviert ist, wenden Sie sich an das CRMconnect-Team.


Genutzte Module

Modul Wo zu finden Wofür Sie es nutzen
Arbeitsaufträge Produktion → Arbeitsaufträge Liste der auszuführenden Vorgänge
Fertigungsaufträge Produktion → Fertigungsaufträge Kontext des vollständigen Auftrags
MRP-Produkte Produktion → Produkte Fertigprodukte und Komponenten

Tagesablauf

Morgens

/admin/manufacturing/work_order_manage
  → Filtern: Status = Bereit, Verantwortlicher = Ich (oder zugewiesenes Arbeitszentrum)
  → Heutige Vorgangsliste prüfen:
     - Welcher Vorgang, auf welchem Produkt
     - Produktmenge
     - Geschätzte Dauer
     - Zugewiesenes Arbeitszentrum

Tagsüber

1. Arbeitsauftrag öffnen → Schaltfläche „Arbeit beginnen"
   → Timer startet → tatsächliche Startzeit wird erfasst

2. An Vorgang arbeiten (Schneiden / Montage / Lackieren / Qualitätskontrolle etc.)

3. Bei Unterbrechung:
   → Schaltfläche „Pause" → Timer stoppt
   → Bei Wiederaufnahme → „Fortsetzen" → Timer läuft weiter
   → Jedes Start-Stopp-Intervall separat erfasst

4. Bei Vorgangsabschluss:
   → Verbrauchte Materialien erfassen (falls Verbrauchsmodus = manuell/halb-automatisch)
   → Schaltfläche „Als abgeschlossen markieren"
   → Arbeitsauftrag → Status: Abgeschlossen

5. Nächster Arbeitsauftrag in der Routen-Sequenz wird automatisch „Bereit"
   (wenn vorheriger Vorgang blockierend war)

Materialverbrauch

Bei Abschluss eines Arbeitsauftrags (oder beim MO-Abschluss, je nach Konfiguration):

Verbrauchsmodus Was Sie tun
Automatisch Nichts — System zieht Materialien automatisch bei WO-Validierung ab
Manuell Tatsächlich verbrauchte Mengen je Komponente eingeben
Halb-automatisch System schlägt BoM-Mengen vor; Sie bestätigen oder korrigieren

Wo: Aus Arbeitsauftrag → Tab Komponenten → qty_done je Komponente ausfüllen.

Abweichungen von der BoM (mehr oder weniger Verbrauch als geplant) werden automatisch im BoM-Änderungsprotokoll erfasst.


Status des Arbeitsauftrags

Status Bedeutung Was tun
Warten auf anderen AO Durch vorherigen Vorgang blockiert Warten — kann nicht vor Abschluss des vorherigen AO beginnen
Bereit Ressourcen verfügbar, kann beginnen Timer starten
In Bearbeitung Timer aktiv, wird bearbeitet Arbeiten, ggf. Pausen einlegen
Pause Vorübergehend unterbrochen Bei Verfügbarkeit fortsetzen
Abgeschlossen Vorgang vollständig Zum nächsten AO übergehen

Was automatisch erfasst wird

  • Tatsächliche Start- und Endzeit je Arbeitsintervall
  • Tatsächliche Dauer vs. geschätzte Dauer aus der Planung
  • Der Mitarbeiter der den Vorgang ausgeführt hat (staff_id)
  • Bei Abschluss aller AOs eines MO → Manager wird benachrichtigt das MO als done zu markieren

Praktische Tipps

Der Timer spiegelt die Realität wider, nicht was sein sollte. Wenn ein Vorgang 3 Std. statt der geplanten 2 Std. gedauert hat, werden 3 Std. erfasst. Echte Daten sind der Rohstoff für die Verbesserung zukünftiger Planung.

Materialverbrauch ist genauso wichtig wie Zeit. Eine große Abweichung von der BoM (z.B. 20% mehr Farbe als geplant verbraucht) ist ein Signal für den Prozessingenieur — keine „Korrektur" die versteckt werden sollte.

Tip

Zeichnen Sie tatsächliche Betriebs- und Materialverbrauchszeiten genau auf — echte Produktionsdaten ermöglichen Ingenieuren die Verbesserung zukünftiger Schätzungen.

Note

Materialverbrauchsabweichungen über dem Plan sind im Produktionsmanager-Kostenbericht sichtbar — genaue Aufzeichnungen lösen die richtigen Gespräche aus.